Trotz der Absage unserer Referentin kamen 15 Personen bei unserem Treffen zusammen. In dieser Runde konnten wir uns gemütlich begegnen und ausführlich austauschen. Der Veranstaltungsort, das Kartoffelhaus Papas in Neu-Wulmstorf, hat uns wieder vom Raumangebot und den Verzehrmöglichkeiten überzeugt.
Nachfolgend ein paar Themen, zu denen wir uns besprachen:
- EU-Behindertenausweis (European Disability Card) wird bis ca. 2028 eingeführt, um behinderten Menschen in der EU gleiche Sonderkonditionen (z.B. ermäßigte Eintritte) wie Einheimischen zu ermöglichen. Er ergänzt den nationalen Ausweis und erleichtert Reisen in Europa.
- Euroschlüssel – Nützlichkeit und wie man ihn bekommen kann
- Botox-Behandlung: Beine und/oder Blase
- Entlastungsbetrag Pflegeversicherung monatlich 131 Euro (jährlich bis zu 1.572 Euro). Er steht allen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5 zu, die zu Hause gepflegt werden. Der Betrag dient der Erstattung von Kosten für Entlastungs- und Betreuungsleistungen wie Haushaltshilfen, Tagespflege oder Alltagsbegleiter.
- Erfahrungen mit/in REHA-Kliniken
- Fahrtüchtigkeit wurde von der Ärztin in einer REHA-Klinik in Frage gestellt.
Wie behalten wir trotzdem unsere Mobilität?!
- Verordnung Physiotherapie:
Langfristiger Heilmittelbedarf (LHB): liegt bei einer Patientin oder einem Patienten ein LHB oder ein Besonderer Verordnungsbedarf (BVB) vor, dürfen mehr Behandlungseinheiten pro Rezept verordnet und durchgeführt werden, als es die Höchstverordnungsmenge des Heilmittelkatalogs normalerweise erlaubt. Uns bekannt sind Verordnungen von 24 Doppelbehandlungen (= 48 Einzelbehandlungen von ca. 25-30 Minuten) mittels einer Verordnung. Die Hereditäre Spastische Spinalparaplegie fällt mit dem Diagnoseschlüssel ICD G11.4 unter diese Verordnung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Damit ist die Ausstellung solcher Heilmittelverordnungen für Ärzt:innen immer budgetneutral.
- Ergotherapie als Ergänzung zur Krankengymnastik
- Medikamente zur Unterstützung der Verdauung und gegen eine hyperaktive Blase
Zudem wurde berichtet, dass die HSP-Sprechstunde am UKSH Kiel gut angelaufen ist. Auch die Zusammenarbeit der Neurologie dort – z.B. mit der Urologie – wurde positiv bewertet. Wie immer bei Untersuchungen im Krankenhaus, sollte Zeit mitgebracht werden.
Protokoll: Thomas Velten 10.03.2026